Überblick: Warum die Bauart entscheidet
Die Bauart einer Markise bestimmt, wo sie sinnvoll eingesetzt werden kann, wie sie vor Wetter schützt und wie viel Fläche sie beschattet. Wer die gängigen Typen kennt, grenzt die Auswahl schnell ein - noch bevor es um Tuch, Antrieb und Preis geht.
Die wichtigsten Markisen-Arten
Vier Bauarten decken die meisten Situationen an Haus und Terrasse ab:
Gelenkarmmarkise
Der Klassiker über der Terrasse. Sie fährt frei aus, ohne seitliche Stützen, und gibt so den Raum darunter komplett frei. Für sehr große Ausfälle braucht sie eine stabile Wandbefestigung. Mehr dazu auf der Detailseite zur Gelenkarmmarkise.
Kassettenmarkise
Eine Gelenkarmmarkise, deren Tuch und Technik im eingefahrenen Zustand vollständig in einer Kassette geschützt sind. Das verlängert die Lebensdauer und hält das Tuch sauber - dafür liegt sie preislich höher. Mehr dazu auf der Detailseite zur Kassettenmarkise.
Fallarmmarkise
Wird vor allem an Fenstern und Fassaden eingesetzt. Das Tuch fällt schräg nach unten und beschattet die Scheibe, ohne viel Platz zu beanspruchen - ideal, wo keine Terrasse überdacht, sondern ein Fenster verschattet werden soll. Mehr dazu auf der Detailseite zur Fallarmmarkise.
Wintergarten- und Pergolamarkise
Für die Beschattung von Glasdächern und großen Flächen. Sie läuft in seitlichen Führungen und ist dadurch deutlich windstabiler als frei ausfahrende Systeme - siehe Pergolamarkise und Wintergartenmarkise. Einen Überblick aller Bauarten bietet die Seite Markisen-Arten.
Bauarten im Vergleich
| Bauart | Einsatzort | Wetterschutz | Windstabilität |
|---|---|---|---|
| Gelenkarm | Terrasse | Mittel | Mittel |
| Kassette | Terrasse | Mittel | Mittel |
| Fallarm | Fenster / Fassade | Gering | Mittel |
| Wintergarten / Pergola | Glasdach / große Fläche | Gut | Sehr gut |
Wie viel Wind eine Bauart ausgefahren aushält, regeln die Windwiderstandsklassen nach der Norm DIN EN 13561 - eine Übersicht der Klassen bietet auch der Lexikoneintrag eines Herstellers.
Worauf Sie bei jeder Bauart achten sollten
Unabhängig vom Typ entscheiden ein paar Punkte über die Zufriedenheit:
- Tragfähige Befestigung passend zur Fassade
- Ausfall und Breite realistisch zur Fläche wählen
- Wind- und Sonnensensor bei häufiger, unbeaufsichtigter Nutzung
- Tuchqualität an Ausrichtung und Sonneneinstrahlung anpassen
Noch unsicher, welche Bauart passt?
Wir grenzen anhand von Einsatzort, Fläche und Windsituation die passende Markise ein.
Häufige Fragen zu Markisen-Arten
Was ist der Unterschied zwischen Gelenkarm- und Kassettenmarkise?
Beide fahren frei über die Terrasse aus. Bei der Kassettenmarkise verschwinden Tuch und Technik im eingefahrenen Zustand komplett in einem Gehäuse - das schützt vor Witterung und Schmutz, kostet aber mehr.
Welche Markise passt an ein Fenster?
Für die Verschattung einzelner Fenster oder Fassaden ist die Fallarmmarkise die typische Wahl, weil das Tuch schräg vor die Scheibe fällt und wenig Platz braucht.
Welche Bauart hält am meisten Wind aus?
Systeme mit seitlicher Führung - etwa Wintergarten- oder Pergolamarkisen - sind deutlich windstabiler als frei ausfahrende Gelenkarm-Modelle. Windsensoren erhöhen die Sicherheit zusätzlich.