Das Wichtigste in Kürze
Die Fallarmmarkise ist eine Fenstermarkise: Ihr Tuch fällt schräg nach vorne unten vor die Scheibe und hält die Sonne ab, bevor sie aufs Glas trifft. Über die Fallarme lässt sich der Ausstellwinkel einstellen - von fast senkrecht bis weit ausgestellt. Sie braucht wenig Platz vor der Fassade und ist ideal für einzelne Fenster, Wohn- und Bürofassaden sowie Schaufenster.
Das Besondere an der Fallarmmarkise
Anders als die Terrassenmarkise, die waagrecht über den Sitzplatz auskragt, arbeitet die Fallarmmarkise senkrecht bis schräg am Fenster. Sie sitzt über der Scheibe, und ihr Tuch fällt nach unten - direkt an der Fassade entlang oder leicht nach vorne ausgestellt. Damit beschattet sie genau das, worauf es am Fenster ankommt: die Glasfläche.
Ihr großer Vorteil ist der geringe Platzbedarf. Weil sie nicht weit auskragt, eignet sie sich auch dort, wo vor dem Fenster wenig Raum ist - an der Straße, über einem Gehsteig oder an einer schmalen Fassade. Sie ist die klassische Wahl, um einzelne Fenster gezielt zu verschatten.
So funktioniert sie
Das Tuch läuft von einer Welle über dem Fenster nach unten, geführt von zwei seitlichen Fallarmen. Diese Arme geben dem Tuch Halt und bestimmen über ihren Winkel, wie das Tuch steht. Ganz eingefahren verschwindet es über dem Fenster, ausgefahren beschattet es die Scheibe.
Der Clou ist der einstellbare Ausstellwinkel: Fast senkrecht am Glas ist die Markise kompakt und windstabil und wirkt wie ein Sonnensegel vor der Scheibe. Weiter nach vorne ausgestellt entsteht darunter Freiraum und mehr Durchblick nach draußen - praktisch an einem Fenster, an dem man auch bei ausgefahrener Markise hinaussehen möchte.
Je nach Ausführung sitzt oben ein Kasten oder eine Blende, in der das Tuch geschützt aufrollt - ähnlich wie bei der Kassettenmarkise, nur für die senkrechte Bauform. Größere Fallarmmarkisen lassen sich zudem motorisieren und mit einem Windwächter sichern, der die Anlage bei Böen einfährt. Weil sie an der Fassade geführt ist, bleibt sie dabei stabiler als eine frei auskragende Terrassenmarkise. Einen fachlichen Überblick zu Aufbau und Ausstellwinkel der Fallarmmarkise bietet das BauNetz-Wissen-Fachportal.
Vorteile und Nachteile
Vorteile
- Beschattet gezielt die Fensterscheibe
- Einstellbarer Ausstellwinkel
- Sehr platzsparend vor der Fassade
- Ideal für einzelne Fenster und Schaufenster
Nachteile
- Beschattet nur das Fenster, keine Terrasse
- Kein Sitzplatz-Schatten wie bei der Terrassenmarkise
- Bei tiefem Ausstellwinkel windempfindlicher
- Kein Regenschutz - reiner Sonnenschutz
Für welche Fenster?
Die Fallarmmarkise ist die Fenstermarkise für alle, die eine einzelne Glasfläche beschatten wollen, ohne eine große Terrassenanlage zu montieren:
- Wohn- und Bürofenster nach Süden und Westen
- Schaufenster und Ladenfronten, oft mit Werbeaufdruck
- Fenster an der Straße, wo wenig Platz vor der Fassade ist
- Fenster über einem Balkon oder Vorbau, die weit auskragende Systeme ausschließen
Fallarmmarkise oder Senkrechtmarkise?
Beide beschatten die Scheibe von außen, aber unterschiedlich. Die Fallarmmarkise stellt aus und schafft darunter Freiraum, ist aber in der Höhe begrenzt. Die Senkrechtmarkise läuft dagegen straff in Führungsschienen senkrecht am Glas herab und eignet sich für große Glasflächen, ohne auszustellen.
Faustregel: Für das einzelne, klassische Fenster mit dem Wunsch nach etwas Ausstellung und Durchblick ist die Fallarmmarkise charmant. Für große Glasfronten und maximale Windstabilität ist die Senkrechtmarkise die modernere Wahl. Wer beides verbinden will - senkrecht fallen und unten ausstellen -, findet in der Markisolette die passende Kombination.
Stoff, Antrieb und Kosten
Tuch, Antrieb und die Preisfaktoren entsprechen denen der Markise allgemein - nachzulesen im Markisen-Hauptratgeber und im Kosten-Ratgeber. Weil die Fallarmmarkise eine kleinere, einzelne Anlage ist, liegt sie preislich meist unter einer großen Terrassenmarkise.
Ein Fenster gezielt beschatten?
Ob Fallarmmarkise, Senkrechtmarkise oder Markisolette am besten passt, prüft ein Sonnenschutz-Fachbetrieb aus Ihrer Region beim Aufmaß vor dem Fenster.
Häufige Fragen zur Fallarmmarkise
Was ist eine Fallarmmarkise?
Die Fallarmmarkise ist eine Fenstermarkise, deren Tuch schräg nach vorne unten vor die Scheibe fällt. Statt waagrecht über eine Terrasse auszufahren, beschattet sie das Fenster von oben und hält die Sonne ab, bevor sie aufs Glas trifft - und braucht dabei wenig Platz vor der Fassade.
Wie weit lässt sich eine Fallarmmarkise ausstellen?
Über die Fallarme lässt sich der Ausstellwinkel einstellen: von fast senkrecht am Glas bis deutlich schräg nach vorne. Je weiter sie ausgestellt ist, desto mehr Freiraum und Durchblick bleibt unter dem Tuch - je steiler, desto kompakter und windstabiler. So passt sie sich an Fenster und Sonnenstand an.
Wofür eignet sich eine Fallarmmarkise?
Für die Beschattung einzelner Fenster und Fassadenflächen, besonders an Wohn- und Bürogebäuden sowie über Schaufenstern. Sie hält die Hitze vom Glas fern, ohne wie eine Terrassenmarkise weit auszukragen - ideal dort, wo vor dem Fenster wenig Platz ist.
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