Das Wichtigste in Kürze
Die Kassettenmarkise ist eine Gelenkarmmarkise mit Gehäuse: Eingefahren verschwinden Tuch, Welle und Arme komplett im Aluminiumkasten und sind so rundum vor Wetter geschützt. Das bedeutet die längste Lebensdauer unter den Terrassenmarkisen - ideal für die frei bewitterte Fassade ohne schützenden Dachüberstand. Dafür ist sie die teuerste der drei Schutzstufen.
Das Besondere an der Kassettenmarkise
Technisch ist die Kassettenmarkise dieselbe freitragende Gelenkarmmarkise wie die offene Variante - mit einem entscheidenden Zusatz: einem geschlossenen Aluminiumgehäuse. Fährt die Markise ein, klappen die Arme zusammen, und das Tuch rollt sich in den Kasten, der sich darüber schließt. Von der Anlage ist dann nur noch eine schlanke, saubere Aluminiumblende an der Fassade zu sehen.
Dieser Rundum-Schutz ist der ganze Sinn der Bauart. Das Tuch bekommt im eingefahrenen Zustand weder Regen noch Schmutz, Laub oder UV ab - genau die Faktoren, die ein offenes Tuch über die Jahre altern lassen. Die Kassettenmarkise ist damit die hochwertigste und langlebigste Form der Terrassenmarkise. Wie die Vollkassette Tuch, Welle und Arme rundum im geschlossenen Gehäuse schützt, zeigt der Herstellerüberblick zur Vollkassettenmarkise von markilux.
Vorteile und Nachteile
Vorteile
- Tuch eingefahren rundum geschützt
- Längste Lebensdauer aller Terrassenmarkisen
- Saubere, schlanke Optik an der Fassade
- Ideal für frei bewitterte Lagen ohne Dachüberstand
Nachteile
- Teuerste der drei Schutzstufen
- Etwas aufwendigere Montage (größeres Gehäuse)
- Kein Regenschutz im ausgefahrenen Zustand
- Bei geschützter Lage oft überdimensioniert
Voll- oder Halbkassette?
Beim Gehäuse gibt es zwei Stufen. Bei der Vollkassette umschließt der Kasten das Tuch rundum, auch von unten - der komplette Schutz. Bei der Halbkassette deckt das Gehäuse das Tuch nur von oben ab, während die Arme und die Unterseite frei bleiben.
Die Vollkassette ist die konsequenteste, aber auch teuerste Lösung. Die Halbkassette ist der Kompromiss aus Schutz und Preis: Sie schützt das Tuch vor dem meisten, was von oben kommt, kostet aber weniger. Welche passt, hängt davon ab, wie frei und bewittert die Markise sitzt - und wie viel Ihnen die maximale Lebensdauer wert ist.
Für wen und wofür?
Die Kassettenmarkise ist die richtige Wahl überall dort, wo die Anlage frei und ungeschützt an der Fassade sitzt - ohne Vordach oder Balkon darüber, der das Tuch schirmt. Dann spielt der Rundum-Schutz seine Stärke aus und macht sich über die Jahre bezahlt.
- Frei bewitterte Süd- oder Westfassade ohne Dachüberstand: Vollkassette
- Hochwertige Anlage, die lange halten soll: der Aufpreis lohnt sich
- Wert auf saubere Optik, wenn die Markise eingefahren ist
- Geschützte Lage unter Vordach: Halbkassette oder offen genügt oft
Wetterschutz und Lebensdauer
Der eigentliche Wert der Kassette zeigt sich über die Jahre. Ein offenes Tuch, das ständig Regen, Pollen und Sonne ausgesetzt ist, verschmutzt schneller, bleicht aus und bildet an Falten leichter Stockflecken. Das im Kasten geschützte Tuch bleibt dagegen sauber und farbstabil, weil es die meiste Zeit vor all dem bewahrt ist.
Auch die Überwinterung ist unkompliziert: Eingefahren übersteht die Kassettenmarkise die kalte Jahreszeit geschützt an der Fassade, ohne dass das Tuch leidet. Wer eine Markise kauft, die zwei Jahrzehnte halten soll, trifft mit der Vollkassette die langlebigste Wahl - vorausgesetzt, das Tuch wird trotzdem gelegentlich gepflegt.
Stoff, Antrieb und Kosten
Bei Tuch, Antrieb, Windwiderstandsklassen und Kosten gilt für die Kassettenmarkise dasselbe wie für Markisen allgemein. Diese Grundlagen finden Sie ausführlich im Markisen-Hauptratgeber und im Kosten-Ratgeber zur Markise.
Zur Einordnung: Die Kassettenmarkise ist innerhalb der Gelenkarm-Bauart die teuerste Schutzstufe - der Aufpreis gegenüber der offenen Variante geht ins Gehäuse und die längere Lebensdauer. Ob sich das rechnet, entscheidet vor allem die Lage: je freier und bewitterter, desto eher.
Kassettenmarkise oder offene Variante?
Wie geschützt Ihre Fassade liegt, beurteilt ein Markisen-Fachbetrieb aus dem Verzeichnis vor Ort und montiert die passende Schutzstufe.
Häufige Fragen zur Kassettenmarkise
Was ist eine Kassettenmarkise?
Die Kassettenmarkise ist eine Gelenkarmmarkise, deren Tuch, Tuchwelle und Arme im eingefahrenen Zustand vollständig in einem Aluminiumgehäuse - der Kassette - verschwinden. Dadurch ist das Tuch rundum vor Regen, Schmutz und UV geschützt, wenn die Markise nicht ausgefahren ist. Das ist der beste Wetterschutz unter den Terrassenmarkisen.
Ist eine Kassettenmarkise wetterfest?
Als Sonnenschutz ja - sie schützt sich selbst. Ausgefahren bleibt sie ein reiner Sonnenschutz, der keinen Dauerregen abhält. Ihr Vorteil liegt im eingefahrenen Zustand: Weil das Tuch komplett im Kasten liegt, kann ihm Witterung nichts anhaben. Das verlängert die Lebensdauer deutlich gegenüber der offenen Bauart.
Lohnt sich der Aufpreis für die Vollkassette?
An einer frei bewitterten Fassade fast immer. Wo kein Dachüberstand das Tuch schützt, zahlt sich die Vollkassette über die längere Lebensdauer aus. Sitzt die Markise dagegen geschützt unter einem Vordach, genügt oft die günstigere Halbkassette oder sogar die offene Variante.
Weitere Markisenarten

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