Das Wichtigste in Kürze
Die Halbkassettenmarkise ist der Kompromiss unter den Terrassenmarkisen: Ein Gehäuse schützt das eingefahrene Tuch von oben, während Arme und Unterseite frei bleiben. So bekommt sie den größten Teil des Wetterschutzes einer Vollkassette, kostet aber weniger. Für viele Terrassen ist sie damit der preis-leistungs-stärkste Markisentyp.
Das Besondere an der Halbkassettenmarkise
Die Halbkassettenmarkise - auch Hülsenmarkise genannt - ist eine Gelenkarmmarkise mit einem halben Gehäuse. Fährt sie ein, legt sich ein Schutzdach über das aufgerollte Tuch und die Tuchwelle. Anders als bei der Vollkassette bleibt die Unterseite offen, und auch die Arme liegen nicht komplett im Kasten.
Der Gedanke dahinter ist einfach und clever: Der Schmutz und die Nässe, die einem Tuch am meisten zusetzen, kommen von oben - Regen, Laub, Vogelkot, Sonne. Genau davor schützt das obere Gehäuse. Den geringen Rest, der von unten kommen könnte, nimmt man in Kauf und spart dafür den Aufpreis zur Vollkassette.
Der Kompromiss zwischen offen und Vollkassette
Am besten versteht man die Halbkassette im Vergleich zu ihren beiden Geschwistern. Die offene Gelenkarmmarkise hat gar kein Gehäuse - am günstigsten, aber das Tuch ist ungeschützt. Die Vollkassette umschließt das Tuch rundum - am besten geschützt, aber am teuersten.
Die Halbkassette nimmt die goldene Mitte: fast der Schutz der Vollkassette, näher am Preis der offenen. Für die große Mehrheit der Terrassen, die weder komplett frei noch perfekt geschützt liegen, ist das genau die richtige Balance - und deshalb ein sehr häufig gewählter Typ. Wie die Halbkassette das Tuch von oben schützt und unten offen bleibt, erläutert der Herstellerüberblick zur Halbkassettenmarkise von markilux.
Vorteile und Nachteile
Vorteile
- Tuch von oben gut geschützt
- Deutlich günstiger als die Vollkassette
- Kompaktes, unauffälliges Gehäuse
- Bester Preis-Leistungs-Kompromiss
Nachteile
- Unterseite und Arme bleiben frei
- Etwas weniger Schutz als die Vollkassette
- An extrem exponierter Lage nicht optimal
- Kein Regenschutz im ausgefahrenen Zustand
Für wen und wofür?
Die Halbkassettenmarkise passt für die allermeisten Terrassen - überall dort, wo etwas Wetterschutz sinnvoll ist, aber nicht das Maximum der Vollkassette gebraucht wird. Sie ist die naheliegende Wahl, wenn Sie Schutz und Budget vernünftig ausbalancieren wollen.
- Normale, halbwegs geschützte Terrassenlage: die ideale Wahl
- Begrenztes Budget, aber Wunsch nach Tuchschutz: Halbkassette statt Vollkassette
- Frei bewitterte, exponierte Fassade: eher die Vollkassette
- Geschützt unter tiefem Dachüberstand: auch die offene Variante genügt
Überwinterung und Pflege
Beim Überwintern zeigt sich die Stärke der Halbkassette im Alltag: Weil das Schutzdach das aufgerollte Tuch von oben abdeckt, ist es vor Laub, Schnee und der schlimmsten Nässe bewahrt, wenn die Markise eingefahren die kalte Jahreszeit übersteht. Ein offenes Tuch liegt dagegen ungeschützt und muss besonders sorgfältig trocken und sauber eingefahren werden.
Ganz sorglos ist die Halbkassette aber nicht: Von unten kann Feuchtigkeit an das Tuch gelangen, deshalb gilt auch hier die Grundregel jeder Markise - nie feucht einfahren, sonst drohen Stockflecken. Fahren Sie das Tuch also nur trocken ein und gönnen Sie ihm ein- bis zweimal pro Saison eine schonende Reinigung. Wie das geht, zeigt der Ratgeber Markise reinigen und pflegen.
Stoff, Antrieb und Kosten
Tuch, Antrieb, Windwiderstandsklassen und die Preisfaktoren sind bei allen Markisenarten gleich - ausführlich im Markisen-Hauptratgeber und im Kosten-Ratgeber. Für die Halbkassette gilt: Sie liegt preislich zwischen der offenen Variante und der Vollkassette - und trifft damit für viele den besten Punkt aus Schutz und Kosten.
Ist die Halbkassette die richtige Wahl?
Wie viel Wetterschutz Ihre Terrasse wirklich braucht, klärt ein Sonnenschutz-Fachbetrieb aus Ihrer Region beim Aufmaß vor Ort.
Häufige Fragen zur Halbkassettenmarkise
Was ist eine Halbkassettenmarkise?
Die Halbkassettenmarkise ist eine Gelenkarmmarkise, deren Tuch im eingefahrenen Zustand von oben durch ein Gehäuse geschützt wird - die Arme und die Unterseite bleiben dagegen frei. Sie liegt damit genau zwischen der offenen Markise (ohne Schutz) und der Vollkassette (rundum geschützt).
Reicht eine Halbkassette als Wetterschutz?
Für die meisten Situationen ja. Weil Regen, Laub und Schmutz vor allem von oben kommen, schützt die Halbkassette das aufgerollte Tuch gegen den größten Teil der Witterung. Nur an sehr exponierten, komplett frei bewitterten Fassaden bringt die Vollkassette einen spürbaren Zusatznutzen.
Halbkassette oder Vollkassette - was nehmen?
Eine Frage von Lage und Budget. Sitzt die Markise einigermaßen geschützt oder ist das Budget begrenzt, ist die Halbkassette der clevere Kompromiss. Steht sie völlig frei in Wind und Wetter und soll möglichst lange halten, lohnt der Aufpreis zur Vollkassette.
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