Das Wichtigste in Kürze
Die Markisolette ist die clevere Fenstermarkise: Ihr Tuch fällt oben senkrecht an der Scheibe herab und stellt unten über kleine Ausfallarme nach vorne aus. So beschattet sie das ganze Fenster und hält oben die hohe Sonne ab, während der untere, ausgestellte Bereich den Blick nach draußen frei lässt. Ideal für hohe Fenster und Schaufenster.
Das Besondere an der Markisolette
Die Markisolette ist im Grunde eine Kombination aus zwei Markisenarten: Sie beginnt wie eine Senkrechtmarkise, die das Tuch senkrecht am Glas herabführt, und endet wie eine Fallarmmarkise, die den unteren Teil nach vorne ausstellt. Der Name deutet es an - eine kleine, raffinierte Markise fürs Fenster.
Dieser zweigeteilte Verlauf löst ein typisches Problem: Ein rein senkrechtes Tuch beschattet gut, nimmt aber den Blick; ein voll ausgestelltes Tuch lässt Durchblick, hält die hohe Sonne aber schlechter ab. Die Markisolette verbindet beides - oben Schatten, unten Durchblick.
So funktioniert sie
Das Tuch läuft von der Welle über dem Fenster zunächst senkrecht an der Scheibe entlang nach unten. Auf dem letzten Stück greifen kleine Ausfallarme an und knicken das Tuch nach vorne - es stellt aus und bildet eine Art kleines Vordach über dem unteren Fensterbereich.
Der Effekt: Die hoch stehende Mittagssonne, die von oben kommt, wird vom senkrechten Teil abgefangen. Der ausgestellte untere Teil beschattet weiter, lässt aber darunter Luft und einen freien Blick nach draußen - man sieht unter dem Knick hindurch. Über diese Geometrie beschattet die Markisolette ein hohes Fenster gleichmäßiger als eine einfache Fallarmmarkise. Den typischen Ausstellwinkel und den Aufbau erläutert das BauNetz-Wissen-Fachportal.
Vorteile und Nachteile
Vorteile
- Beschattet oben und lässt unten den Durchblick
- Gleichmäßiger Schatten auch bei hohen Fenstern
- Platzsparend an der Fassade
- Verbindet senkrechten Schutz mit Ausstellung
Nachteile
- Aufwendigere Mechanik als eine einfache Fenstermarkise
- Beschattet das Fenster, keine Terrasse
- Kein Regenschutz - reiner Sonnenschutz
- Weniger verbreitet, dadurch oft Maßanfertigung
Für welche Fenster?
Die Markisolette spielt ihre Stärke an höheren Fenstern aus, bei denen man oben beschatten und unten hinaussehen möchte:
- Hohe Wohn- und Bürofenster nach Süden und Westen
- Schaufenster, die oben Sonnenschutz und unten freien Blick auf die Auslage brauchen
- Fenster, an denen der Ausblick trotz Beschattung erhalten bleiben soll
- Fassaden mit wenig Platz, wo eine große Ausstellung nicht möglich ist
Markisolette, Fallarmmarkise oder Screen?
Alle drei beschatten das Fenster von außen. Die Fallarmmarkise stellt das ganze Tuch schräg aus - einfach und charmant, aber ohne den senkrechten oberen Teil. Die Senkrechtmarkise läuft komplett senkrecht und ist die Wahl für große Glasflächen, gibt aber keinen ausgestellten Durchblick.
Die Markisolette ist die Kombination für alle, die genau das wollen: oben senkrechter Schatten, unten ausgestellter Durchblick. Sie ist die spezialisierteste der drei Fenster-Lösungen - und dort erste Wahl, wo ein hohes Fenster beides braucht.
Stoff, Antrieb und Kosten
Tuch, Antrieb und die Preisfaktoren entsprechen denen der Markise allgemein - nachzulesen im Markisen-Hauptratgeber und im Kosten-Ratgeber. Weil die Markisolette eine speziellere Mechanik hat und oft nach Maß gefertigt wird, liegt sie meist etwas über einer einfachen Fallarmmarkise.
Hohes Fenster beschatten, aber den Blick behalten?
Ob die Markisolette oder eine andere Fenstermarkise besser passt, klärt ein Sonnenschutz-Fachbetrieb aus Ihrer Region direkt am Fenster.
Häufige Fragen zur Markisolette
Was ist eine Markisolette?
Die Markisolette ist eine Fenstermarkise, die zwei Bewegungen verbindet: Der obere Teil des Tuchs fällt senkrecht an der Scheibe herab, der untere Teil stellt über kleine Ausfallarme nach vorne aus. So beschattet sie das ganze Fenster und lässt im unteren, ausgestellten Bereich trotzdem den Blick nach draußen frei.
Was ist der Unterschied zwischen Markisolette und Fallarmmarkise?
Die Fallarmmarkise stellt das ganze Tuch schräg aus. Die Markisolette teilt die Bewegung: oben senkrecht am Glas, unten ausgestellt. Dadurch beschattet sie höhere Fenster gleichmäßiger und verbindet den senkrechten Sonnenschutz mit dem freien Durchblick im unteren Bereich - eine Weiterentwicklung der klassischen Fenstermarkise.
Für welche Fenster eignet sich die Markisolette?
Besonders für hohe Fenster und Schaufenster, bei denen man oben die Sonne abhalten und unten hinaussehen oder Waren zeigen möchte. Der senkrechte obere Teil hält die hoch stehende Sonne ab, der ausgestellte untere Teil lässt Luft und Blick - ideal an Wohn- und Geschäftsfassaden.
Weitere Markisenarten

Fallarmmarkise
Fällt schräg vors Fenster - die einfachere Fenstermarkise.
Mehr erfahren →
Senkrechtmarkise
Textiler Screen, der senkrecht am Glas herabläuft.
Mehr erfahren →
Gelenkarmmarkise
Der Terrassen-Klassiker für den Schatten von oben.
Mehr erfahren →
Markise (Hauptratgeber)
Alle Grundlagen zu Stoff, Antrieb, Windklassen und Kosten.
Mehr erfahren →