Das Wichtigste in Kürze
Funk und App machen die Bedienung bequem: per Handsender, Funk-Wandschalter oder Smartphone fährt man Sonnenschutz ohne Kabel verlegen - einzeln oder in Gruppen. Der Sender lässt sich frei platzieren oder mitnehmen, die App steuert sogar von unterwegs. Voraussetzung ist ein Motorantrieb; ein großes Smart-Home braucht es dafür noch nicht.
Das Besondere an Funk & App
Ein motorisierter Sonnenschutz will bedient werden - und genau hier setzt die Funk- und App-Ebene an. Statt eines fest verdrahteten Schalters kommt das Signal drahtlos zum Motor. Das macht die Bedienung flexibel und spart bei der Montage das Verlegen von Steuerleitungen.
Der Komfortgewinn ist im Alltag deutlich: Ein Handsender liegt auf dem Tisch statt an der Wand, ein Funkschalter lässt sich überall anbringen, und die App bedient die Anlage sogar aus dem Büro oder dem Urlaub. Aus dem Sonnenschutz wird etwas, das man mühelos von jedem Ort aus steuert.
Handsender, Schalter, App
Drei Bedienwege stehen zur Wahl. Der Handsender ist die klassische Fernbedienung - er steuert eine oder mehrere Anlagen und kann mitgenommen werden. Der Funk-Wandschalter sitzt fest an der Wand wie ein normaler Lichtschalter, kommt aber ohne verlegtes Kabel aus und lässt sich frei platzieren. Einen Überblick über die verschiedenen Funk-Handsender der Situo-Serie bietet die Handsender-Übersicht von Somfy.
Die App geht am weitesten: Über eine Steuerbox des Herstellers bedient man den Sonnenschutz per Smartphone - auch von unterwegs - und richtet Zeitpläne ein, sodass die Rollläden morgens öffnen und abends schließen. Dafür braucht es noch kein großes Smart-Home, die Hersteller-App genügt.
Vorteile und Nachteile
Vorteile
- Bedienung ohne verlegte Kabel
- Handsender frei platzier- und mitnehmbar
- App-Steuerung auch von unterwegs
- Zeitpläne und Gruppen möglich
Nachteile
- Setzt einen Motorantrieb voraus
- Handsender kann verlegt werden
- App gebunden ans Hersteller-System
- Funkreichweite in großen Häusern beachten
Für wen und wofür?
Funk und App lohnen sich überall dort, wo bequeme Bedienung zählt:
- Nachrüstung ohne Verlegen von Steuerleitungen
- Wunsch nach Bedienung vom Sofa oder von unterwegs
- Mehrere Anlagen, die gemeinsam gefahren werden sollen
- Zeitgesteuertes Öffnen und Schließen im Tagesrhythmus
Einzeln oder in Gruppen
Ein großer Vorteil der Funksteuerung ist die Gruppenbildung. Mehrere Anlagen lassen sich zusammenfassen - etwa alle Rollläden einer Etage oder alle Fenster einer Fassade. Mit einem Tastendruck fahren sie gemeinsam, während sich jede weiterhin einzeln bedienen lässt.
In Verbindung mit einer Zeitschaltuhr oder App wird daraus Routine: Morgens öffnet die ganze Gruppe automatisch, abends schließt sie zum Sicht- und Wärmeschutz. Das nähert sich schon der Automatik an - der nächste Schritt wären Sensoren und die Einbindung ins Smart-Home.
Systeme und Kosten
Funkstandards, Kompatibilität und die Preisfaktoren gelten für alle Steuerungsstufen gemeinsam - ausführlich im Steuerungs-Hauptratgeber. Für Funk und App gilt: Sie setzen einen Motor voraus und bringen den Bedienkomfort, ohne dass ein volles Smart-Home nötig ist.
Sonnenschutz bequem per Funk und App?
Handsender, Funkschalter und App-Steuerung richtet ein Fachbetrieb aus Ihrer Region ein, den Sie über das Verzeichnis erreichen.
Häufige Fragen zu Funk & App
Wie bediene ich motorisierten Sonnenschutz per Funk?
Über einen Handsender oder einen Funk-Wandschalter, der das Signal drahtlos an den Motor sendet. Es muss also kein Kabel vom Schalter zum Motor verlegt werden - der Sender kann frei im Raum platziert oder mitgenommen werden. Ein Handsender kann mehrere Anlagen einzeln oder gemeinsam ansteuern.
Brauche ich für die App-Steuerung ein Smart-Home?
Nein, nicht zwingend. Viele Motorhersteller bieten eine eigene Steuerbox mit App, über die sich die Anlage per Smartphone bedienen lässt - unabhängig von einem großen Smart-Home-System. Damit kann man auch von unterwegs die Markise einfahren oder Zeitpläne einstellen. Für die Einbindung in KNX oder Loxone ist dagegen ein echtes Smart-Home nötig.
Kann ich mehrere Rollläden gemeinsam steuern?
Ja. Per Funk lassen sich Anlagen zu Gruppen zusammenfassen - etwa alle Rollläden einer Etage oder alle Fenster einer Fassade. Mit einem Tastendruck fahren dann alle gemeinsam, während sich jeder auch einzeln bedienen lässt. Über Zeitschaltuhr oder App kann die ganze Gruppe morgens öffnen und abends schließen.
Weitere Steuerungs-Arten

Motorantrieb
Der Rohrmotor als Basis jeder Automatik.
Mehr erfahren →
Sensoren
Sonne, Wind und Regen automatisch erfassen und reagieren.
Mehr erfahren →
Smart-Home
Einbindung in KNX, Loxone und io-homecontrol.
Mehr erfahren →
Steuerung (Hauptratgeber)
Alle Grundlagen zu Motorisierung, Systemen und Kosten.
Mehr erfahren →