Das Wichtigste in Kürze
Die Seitenmarkise ist der seitliche Sicht- und Windschutz für Terrasse und Balkon: Aus einer schlanken Wandkassette zieht man das Tuch horizontal heraus, wo es sich zu einer senkrechten Trennwand zwischen Wand und Standpfosten spannt. Sie hält Blicke, Wind und tiefe Sonne von der Seite ab - genau das, was eine Beschattung von oben nicht kann - und rollt bei Nichtgebrauch komplett ein.
Das Besondere an der Seitenmarkise
Die meisten Markisen beschatten von oben. Die Seitenmarkise arbeitet anders: Sie steht senkrecht und schützt die Seite. Damit schließt sie eine Lücke, die jeder kennt, der auf einer Terrasse sitzt - denn Sonne, Wind und Blicke kommen nicht nur von oben, sondern oft flach von der Seite.
Ihr Tuch verschwindet bei Nichtgebrauch vollständig in einer schmalen Kassette an der Wand und ist dann kaum zu sehen. Bei Bedarf zieht man es heraus, und in Sekunden steht eine blickdichte, windbremsende Wand. Diese Kombination aus Unauffälligkeit und schnellem Schutz macht sie so praktisch.
So funktioniert sie
In der Wandkassette sitzt eine gefederte Welle mit dem aufgerollten Tuch. Zum Ausziehen fasst man die vordere Endleiste und zieht das Tuch horizontal heraus, bis es die gewünschte Länge hat. Dort wird die Endleiste an einem Standpfosten oder an der gegenüberliegenden Wand eingehängt, sodass das Tuch straff steht.
Lässt man es los, zieht die Feder das Tuch wieder vollständig in die Kassette zurück - ähnlich wie bei einem großen Rollo. Es gibt die Seitenmarkise mit einem oder mit zwei gegenüberliegenden Auszügen, um eine Ecke von zwei Seiten zu schützen. Der Standpfosten steht je nach Ausführung fest im Boden oder in einer Hülse, aus der er sich herausnehmen lässt. Wie gut die Seitenmarkise als Windschutz auf der Terrasse wirkt, ordnet ein Ratgeber zur Seitenmarkise ein.
Vorteile und Nachteile
Vorteile
- Schützt vor seitlichem Wind, Blicken und tiefer Sonne
- Rollt komplett in die Wandkassette ein
- Unauffällig bei Nichtgebrauch
- Ideale Ergänzung zum Schatten von oben
Nachteile
- Schützt nur die Seite, kein Schatten von oben
- Braucht meist einen Standpfosten
- Bei starkem Wind Grenzen wie jedes Tuch
- Wandkassette braucht einen tragfähigen Befestigungspunkt
Für wen und wofür?
Die Seitenmarkise passt überall dort, wo die Seite eines Sitzplatzes offen und ungeschützt ist:
- Terrasse oder Balkon, der von der Seite eingesehen wird
- Reihenhaus- und Doppelhausterrassen zwischen den Nachbarn
- Windige Ecklagen, in denen der Wind um die Hausecke zieht
- West- und Ostseiten gegen die flache Morgen- und Abendsonne
Als Ergänzung zum Schatten von oben
Ihre volle Stärke spielt die Seitenmarkise im Zusammenspiel aus: Eine Markise oder ein Lamellendach spendet den Schatten von oben, die Seitenmarkise schützt die offene Flanke gegen Wind und Blicke. Erst zusammen wird aus dem Sitzplatz ein rundum geschützter Freisitz.
Gerade auf dem Balkon und auf kleinen Terrassen ist dieser seitliche Schutz oft wichtiger als der von oben - weil Nachbarn und Wind aus genau dieser Richtung kommen. Die Seitenmarkise ist damit weniger ein Sonnenschutz im engeren Sinn als ein Komfort-Baustein, der den Aufenthalt im Freien angenehmer macht.
Stoff, Antrieb und Kosten
Beim Tuch kommt meist ein technisches, UV- und witterungsbeständiges Gewebe zum Einsatz, oft mit etwas Durchblick. Grundlagen zu Stoff und Preis finden Sie im Markisen-Hauptratgeber und im Kosten-Ratgeber. Weil die Seitenmarkise eine kompakte, meist manuell bediente Anlage ist, liegt sie preislich im überschaubaren Bereich - ein günstiger Zugewinn an Komfort.
Die Seite Ihrer Terrasse schützen?
Welche Seitenmarkise als Sicht- und Windschutz zu Ihrer Lage passt, prüft ein Sonnenschutz-Fachbetrieb aus Ihrer Region beim Aufmaß vor Ort.
Häufige Fragen zur Seitenmarkise
Was ist eine Seitenmarkise?
Die Seitenmarkise ist ein ausziehbarer, senkrechter Sicht- und Windschutz für die Seite von Terrasse oder Balkon. Aus einer schlanken Kassette an der Wand zieht man das Tuch horizontal heraus - es spannt sich zwischen Wand und einem Standpfosten zu einer vertikalen Trennwand. Bei Nichtgebrauch rollt es sich vollständig in die Kassette zurück.
Wogegen schützt eine Seitenmarkise?
Vor allem gegen drei Dinge: die Blicke der Nachbarn von der Seite, den Wind, der um die Ecke zieht, und die tief stehende Sonne am Morgen und Abend, die eine Beschattung von oben nicht abhält. Sie macht einen Sitzplatz windgeschützter und privater, ohne ihn dauerhaft abzuschotten.
Braucht die Seitenmarkise einen Pfosten?
Meist ja. Das ausgezogene Tuch wird an einem Standpfosten oder an der gegenüberliegenden Wand eingehängt, damit es straff steht. Der Pfosten kann fest im Boden verankert oder in einer Bodenhülse gesteckt sein, sodass er sich bei Nichtgebrauch entfernen lässt. Kurze Ausführungen kommen teils ohne Pfosten aus.
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