Das Wichtigste in Kürze

Der Preis eines Raffstores ergibt sich vor allem aus Fenstergröße, Antrieb, Lamellenform und Montageart. Als grobe Orientierung liegen die Kosten je Fenster bei rund 300 bis 1.500 Euro (Richtwerte, Stand 2026). Wer die Stellschrauben kennt, erkennt schnell, ob ein Angebot fair kalkuliert ist.

Preisüberblick: Warum es keine eine Zahl gibt

Ein Raffstore am kleinen Badfenster hat mit einer großen, sensorgesteuerten Anlage an der bodentiefen Wohnzimmerfront preislich wenig gemein. Zwischen diesen Enden liegt die ganze Spanne - deshalb führt ein pauschaler Quadratmeterpreis in die Irre. Aussagekräftig wird es erst, wenn Größe, Antrieb und Montage konkret feststehen. Die Spanne von rund 300 bis 1.500 Euro je Fenster ist daher nur ein grober Rahmen zur Orientierung.

Was den Preis bestimmt

Diese Faktoren haben den größten Hebel auf den Endpreis:

Kostenfaktoren eines Raffstores
FaktorEinfluss auf den PreisWarum
Fenstergröße Hoch Mehr Fläche bedeutet mehr Lamellen, stärkere Mechanik und Statik.
Antrieb & Steuerung Hoch Elektromotor, Funk und Sensorik kosten deutlich mehr als eine Handbedienung.
Montageart Mittel bis hoch Der Einbau im Neubau ist günstiger als die Nachrüstung als Vorbausystem.
Lamellenform Mittel Spezielle Tageslicht- oder Z-Lamellen liegen über der Standardlamelle.
Windwächter & Automatik Mittel Sonnen- und Windsensoren erhöhen Komfort und Preis.

Preise nach Ausführung

Die folgenden Richtwerte je Fenster (Stand 2026) zeigen, wie sich der Preis mit Größe und Antrieb entwickelt:

Kleines Fenster

300 - 500 €

  • Standardlamelle
  • Kleine Fläche

Kompaktes Element mit einfachem Antrieb - der Einstieg.

Standardfenster, elektrisch

600 - 900 €

  • Elektromotor
  • Komfortabel

Der häufige Fall: motorisiert, mit Funkbedienung.

Groß & sensorgesteuert

900 - 1.500 €

  • Windwächter
  • Smart-Home-fähig

Große Fläche mit Sonnen- und Windautomatik.

Nach oben ist die Spanne bei sehr großen Elementen, Sonderfarben und aufwendiger Fassadenmontage offen. Wer alle Fenster eines Hauses gleichzeitig ausstattet, erhält beim Fachbetrieb meist einen günstigeren Stückpreis.

Neubau oder Nachrüstung?

Die Montageart hat spürbaren Einfluss auf den Preis:

  • Neubau: Der Raffstore wird direkt in Sturz und Dämmebene integriert - unauffällig und vergleichsweise günstig
  • Nachrüstung: Meist als Vorbausystem an der Fassade, aufwendiger, dafür ohne großen Eingriff
  • Elektroanschluss: Bei Motorbetrieb kommt die Verkabelung hinzu - im Bestand teils der größte Posten
  • Statik und Befestigung: Untergrund und Höhe bestimmen den Montageaufwand

Sparen ohne an der falschen Stelle zu sparen

Beim Raffstore rächt sich Billigware schnell - an Antrieb, Lamellen und Verankerung sollten Sie nicht sparen, weil sie täglich beansprucht werden. Sinnvoller ist es, die Ausstattung am Bedarf auszurichten: Nicht jedes Fenster braucht die volle Sensorik, und wer mehrere Elemente gemeinsam beauftragt, senkt den Stückpreis. Mehrere vergleichbare Angebote einzuholen zahlt sich fast immer aus.

Raffstore-Angebot einordnen?

Mit den Preisfaktoren oben schätzen Sie Größe, Antrieb und Montage selbst ein - Angebote vergleichen Sie dann bei Fachbetrieben aus Ihrer Region.

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Häufige Fragen zu den Kosten

Was kostet ein Raffstore pro Fenster?

Als grobe Orientierung liegen die Preise je nach Größe, Antrieb und Montage bei rund 300 bis 1.500 Euro pro Fenster (Richtwerte, Stand 2026). Ein kleines, manuell bedientes Fenster ist der günstige Einstieg, ein großes, motorisiertes Element mit Sensorik das obere Ende. Verbindlich wird der Preis erst nach dem Aufmaß.

Ist die Nachrüstung teurer als der Einbau im Neubau?

In der Regel ja. Im Neubau lässt sich der Raffstore direkt in Sturz und Dämmebene integrieren. Die Nachrüstung erfolgt meist als Vorbausystem an der Fassade und ist aufwendiger - dafür ohne großen Eingriff in die Bausubstanz möglich.

Lohnt sich der Motor beim Raffstore?

Fast immer. Weil die Lamellen nicht nur hoch- und runtergefahren, sondern auch gekippt werden, ist die Handbedienung unpraktisch. Der Motor ist beim Raffstore daher der Standard; ein Windwächter, der die Anlage bei Böen einfährt, schützt sie zusätzlich.